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Detailansicht
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Die Nikolaikirche |
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Wohl das älteste und mit seinem reich verzierten Interieur geschichtsreichste Bauwerk Kiels lädt nicht nur zu Gottesdiensten ein, sondern lockt auch mit gregorianisch musikalischen Darbietungen.
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Im innern der Nikolaikirche
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Kirchenfront außen, Frühling 2007
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Zur
Entstehung und Geschichte
Die
St. Nikolaikirche ist die älteste und geschichtsträchtigste
Kirche Kiels, ihre
Entstehung geht auf das Jahr 1241 zurück. Darauf soll ein Stein in
der Chormauer laut einer Kieler Chronik hingewiesen haben. Tatsächlich
wurde der Backsteinhallenbau erst in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts
fertig gestellt. Die dem heiligen Nikolaus (Schutzheiliger der Seefahrer
und Kaufleute) geweihte Kirche besitzt im Westen einen 75 m hohen Turm.
Einige Bau- und Renovierungsarbeiten waren seit dem Bau erforderlich, so
z.B. nach dem Blitzschlag im Jahre 1486 aber vor allem nach dem Zweiten
Weltkrieg. Gleichbedeutend waren derartige Ereignisse mit stilwidrigen
Veränderungen. So wurde das Mauerwerk im neugotischen Stil von 1848
bis 1884 vereinheitlich und ab 1878 durchgreifend unter C.W. Schweitzer
renoviert. Gerade mal ein Fünftel der Umfassungsmauern der Nikolaikirche
blieb nach den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg erhalten,
bis im Jahre 1950 der Architekt Gerhard Langmaack aus Hamburg mit den Wiederaufbauarbeiten
beauftragt wurde.
Es entstand eine fast quadratische
Hallenkirche, deren
ursprüngliche dreischiffige Form aus dem Spätmittelalter im Gegensatz
zu der Bausubstanz nicht erhalten blieb. Er verzichtete zudem auf die Wiederherstellung
der Gewölbe.
Vorne links vor dem Eingang findet man die Bronzeplastik des
Geistkämpfers von Ernst Barlach von 1928. Bevor er im Jahre 1954 vor
der St. Nikolai-Kirche stationiert wurde, zierte er bis dahin die Heilig-Gesit-Kirche.
Wäre die Statue nicht von einem Kunstfreund entwendet und vergraben
worden, wäre sie 1937 von den Nationalsozialisten eingeschmolzen worden.
Der überlebensgroße Engel, wie sie auch genannt wird, symbolisiert
den geistvollen Menschen, der über das Leben nachdenkt.
Das
Interieur
Auf Grund der ersten Bombenangriffe des 2. Weltkrieges wurden die meisten Kunstbauten in die Klosterkirche von Bordesholm gebracht und so blieben
sie bis heute erhalten. Zu den sehenswerten Schätzen gehört die
von Johannes Apengeter gefertigte Bronzetaufe von 1344, die von vier sitzenden
Löwen getragen wird und Szenen aus der Leidensgeschichte Jesu und
dem Marienleben darlegt. Der von Johann von Ahlefeldt gestiftete Flügelaltar aus dem Jahre 1460 (seit 1541 in der Nikolaikirche) gehörte ursprünglich
dem Franziskanerkloster. Von außen kommen
neben den acht Propheten
daher auch sechs Franziskaner zum Vorschein. Der Betrachter erhält
auch Einblicke in die Kreuzigungsszene und Szenen aus der Passions-
und Mariengeschichte. Neben
dem Taufalter von 1490 gehört auch das große über
dem Choranfang hängende Triumphkreuz, das im 2. Weltkrieg nahezu zerstört
worden ist, wenn es nicht auf Polstermöbel gefallen wäre. Zu
erwähnen ist ebenfalls noch die Kanzel von 1705, die den Händen
des Theodor Allers (Kieler Bildhauer) entstammt.Sie wird von Moses getragen,
mehrere Apostel schmücken ihre Seiten, darüber wacht der auferstandene
Heiland. Neben den aus dem 17.Jahrhunderten stammenden Messingkronleuchtern,
befinden sich unterhalb der Orgelempore das so
genannte Rantzau-Gestühl.
Das Geläut der Nikolaikirche basiert auf vier Glocken von 1722. Mit
ihrem Gewicht von zwei Tonnen, sind sie auch mit Abstand die ältesten
ihrer Art in Schleswig-Holstein.
Sehenswertes
Es lohnt ein Besuch eines der in der Nikolaikirche statt findenden
Konzerte. Ob Klassik, Barock, Pop oder Orgelkonzerte, die Kieler
Nachrichten, Stadtmagazine oder direkt unter www.st-nikolai-kiel.de.
Hier findet man
genaue Auskunft zu den nicht zuletzt gregorianischen Veranstaltungen.
Anschrift:
St. Nikolai Kirche
Alter Markt
24103 Kiel
Tel.: 0431-9826910
Quelleangabe:
"Kiel ...handlich ...informativ
...auch für Neukieler" von Christiane Ulpts
http://www.daos-clan.de
http://www.kiel.de
http://www.kieler.info
http://www.st-nikolai-kiel.de
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