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Gaarden
Kulturell sehr vielseitig aber auch ein Problemstadtteil am Ostufer von Kiel. In Gaarden leben an die 20000 Menschen, aus ca. 100 verschiedenen Ländern, die die Geschäftswelt und das nachbarschaftliche Zusammenleben in Gaarden bereichern und prägen.
 
 
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Die Haupt-Einkaufsstraße in Gaarden Dieses 360° Livebild als Livebild-Grußkarte einem Freund per Mail schicken
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Der Vinetaplatz im Frühjahr 2006 Dieses 360° Livebild als Livebild-Grußkarte einem Freund per Mail schicken
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Der Vinetaplatz im Sommer 2007 Dieses 360° Livebild als Livebild-Grußkarte einem Freund per Mail schicken
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Die Elisabethstraße mit vielen Geschäften Dieses 360° Livebild als Livebild-Grußkarte einem Freund per Mail schicken
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Obst- und Gemüsestand am Vinetaplatz Dieses 360° Livebild als Livebild-Grußkarte einem Freund per Mail schicken
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Schwimmhalle in Gaarden mit schönen Ausblick Dieses 360° Livebild als Livebild-Grußkarte einem Freund per Mail schicken
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Auf der Fußgängerbrücke in Gaarden Dieses 360° Livebild als Livebild-Grußkarte einem Freund per Mail schicken
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Blick auf die Kai-City mit dem Schmidtbau Dieses 360° Livebild als Livebild-Grußkarte einem Freund per Mail schicken
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Gaarden von Anfang an bis zum 2. Weltkrieg

Blick über Gaarden bis zur Förde aus dem Jahre 1867
Zum ersten Mal dokumentarisch erwähnt wird Gaarden im 12 Jahrhundert. Das heutige Gaarden ist entstanden aus den beiden Dörfern Hemminghestorpe und Wulvesbrooke. Der Name "Gaarden" ergab sich, da ein großes Gebiet beider Dörfer einst als Garten verpachtet war. Der Mühlenbach bildete damals die natürliche Grenze zwischen diesen beiden Dörfern. Mühlenbach deshalb, da hier damals wirklich eine Mühle stand, die dem Kloster Preetz gehörte. Wegen den Eigentumsverhältnissen entstanden dann später auch "Klösterlich" und "Fürstlich" Gaarden. In der Gegend der heutigen Lübecker Chaussee standen die Höfe des "fürstlichen" Gaardens, das Zentrum des "klösterlichen" Gaardens befanden sich dort, wo heute HDW liegt.

Bau der kaiserlichen Werft 1867
Noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Gaarden dörflich geprägt. Das änderte sich, als Kiel 1871 zum Reichskriegshafen ernannt wurde und am Ostufer der Kieler Förde in Gaarden und Dietrichsdorf drei Großwerften entstanden: Die Firma Howaldt, die Kaiserliche Werftund die 1865 gegründete "Norddeutsche Schiffbau AG". Bis zum Ersten Weltkrieg lebte und wuchs der Stadtteil vor allem durch die enorme Aufrüstung der kaiserlichen Kriegsmarine. Schnell entstanden neue Straßenzüge mit großen Mietshäusern für die Arbeiter, mit Einzelhandelsgeschäften, Gaststätten, Werkstätten und Betrieben zur Versorgung der wachsenden Bevölkerung. So waren es 1871 noch 2715 Einwohner waren es im Jahr 1910 schon über 30000 Einwohner.

Das neue Gaarden war ein moderner Großstadtteil geworden, der teilweise über vorbildliche Wohlfahrtseinrichtungen verfügte. Im Wohnungsbau
gab es musterhafte Beispiele, so die 1901 errichtete Arbeiterkolonie der Germaniawerft. Die aufstrebende Entwicklung fand, wie überall im Deutschen Reich, mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges ein Ende.

In den 1920er Jahren litten Gaarden und seine Bevölkerung schwer unter der Umstrukturierung der Werftindustrie und den wirtschaftlichen Krisen. Eine Blüte und ein Aufschwung wie im letzten Jahrzehnt des alten Jahrhunderts kamen nicht wieder.

Im zweiten Weltkrieg wurde Gaarden durch die Bombenangriffe schwer verwüstet. Eines der Hauptziele der Allierten waren natürlich die Werftanlagen. Es wurden aber auch viele Wohnhäuser Opfer des Bombenhagels.



Die Geschichte des Vinetaplatzes

Der Vinetaplatz im Jahre 1910
Der Name „Vinetaplatz“, nach dem Kreuzer „Vineta“, dessen Name wiederum auf die einer Sage zufolge vor der Odermündung in der Ostsee versunkene Handelsstadt Vineta zurückgeht, wurde als Gemeinderatsbeschluss am 28. Januar 1903 in der „ Kieler Zeitung“ veröffentlicht. Die Form des Vinetaplatzes war bereits durch Fluchtlinien vor 1900 festgelegt worden und galt dann nach dem Willen der neuen Stadtväter als das "neue Herz" Gaardens. Vor 1900 war das "Herz" Gaardens in der Schulstraße angesiedelt.

Überblick auf den Vinetaplatz Anfang des 19. Jahrhunderts
Wie bei vielen anderen Plätzen und Straßen geschehen, ereilte auch den Vinetaplatz die Propagandamaschinerie der Nationalsozialisten. Laut einem Plan aus den Jahren 1940/41, sollte der Vinetaplatz zum Aufmarschplatz für das „Dritte Reich“ werden. Goebbels beabsichtigte die schon schiefen Häuser an der Elisabethstraße abzureißen, den Vinetaplatz bis zur Schulstraße zu erweitern und eine Fläche für bis zu 20000 Menschen erbauen zu lassen. Aus diesen Großmachtsplänen ist allerdings nichts geworden.

Der Vinetaplatz im Jahr 2007
Während des 2. Weltkrieges fast völlig zerstört brauchte es eine sehr lange Zeit, bis der Vinetaplatz wieder völlig neu gestaltet und aufgebaut wurde. So sollte dieser dann als Markt, Treffpunkt und Veranstaltungsplatz von Gaarden gelten. Erst am 28. November 1986 nahmen ihn die Gaardener im Rahmen eines von ihnen gestalteten Festes nach einer sehr langen Planungs- und Bauphase wieder in Besitz.



Gaarden in der Neuzeit bis heute

Ein Kran der HDW Werft
Seit Mai 2000 wird Gaarden als eines von deutschlandweit 331 "Soziale-Stadt-Gebieten" gefördert. Gaarden ist ein Stadtteil mit gewachsenen Strukturen. Seine Geschichte ist eng mit der Geschichte der Kieler Werftindustrie verzahnt. Die starke Abhängigkeit von der Werftindustrie hat diesen Stadtteil nicht nur wirtschaftlich, sondern auch in den sozialen Beziehungen, Qualifikationen und in der kulturellen Zusammensetzung der Bevölkerung geprägt.



Die negative Entwicklung der Werftindustrie hat demzufolge besonders für Gaarden tiefgreifende Folgen:

Der Schmidtbau am Germaniahafen
Gaarden, besonders Gaarden-Ost, gilt nach wie vor als ein sozialer Brennpunkt. Der Anteil an Arbeitslosen und Menschen mit niedrigem Einkommen ist dort sehr hoch. Die Arbeitslosigkeit beträgt etwa 30%. Auch ist der Ausländeranteil in Gaarden überdurchschnittlich hoch; dies spiegelt sich insbesondere in den dortigen Schulen wieder, mit einem sehr hohen Anteil an Kindern ausländischer Herkunft. Im Vergleich zur gesamten Stadt Kiel sind hier doppelt so viele Menschen arbeitslos und überdurchschnittlich viele Menschen leben von Sozialhilfe. Das bedeutet für die Gaardenerinnen und Gaardener, dass sie sich viel stärker als anderswo in Kiel mit den sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen in ihrem Stadtteil auseinandersetzen müssen.

Schimmhalle in Gaarden
Gaarden verfügt unter anderem über eine Schwimmhalle, das Freibad Katzheide, das Veranstaltungszentrum Räucherei, und eine Stadtteilbibliothek. Außerdem befindet sich in Gaarden eine Moschee. Die Elisabethstraße und der Vinetaplatz sind durch zahlreichen Geschäfte geprägt. Das Einkaufszentrum in Gaarden gehört unter den Einkaufsmöglichkeiten anderer Stadtteile zu den größten und kulturell vielseitigsten. Zur Erholung läd der riesige Volkspark Gaarden ein. Der als drittschönster Park Deutschlands gewählte Volkspaark Gaarden zeichnet sich durch sein flexibles Freizeitangebot für Jung und Alt und sein jahrhundertlanges Bestehen aus.


Quellenangaben:

http://www.geschichtswerkstatt-gaarden.de
http://www.kiel.de
http://www.ostufer.info
http://members.aol.com/spdgaarden/historisch.html

 




 
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